In diesem Talk beschäftigten wir uns mit der Auswirkung von Rassismus auf psychische Gesundheit – auch im Kontext von Ehrenamt und Pat*innenschaften. Projekte, Ehrenamtliche und Organisationen, die im Tandemkontext stattfinden, versuchen möglichst diskriminierungsfrei zu agieren und für Mentees und andere Ehrenamtliche sicherere Räume und Umgangsformen zu schaffen. Das ist jedoch nicht immer so einfach. Wenn Schutzkonzepte diskriminierungskritisch aufgebaut sind und die Auswirkungen von Rassismus auf Betroffene miteinbeziehen, können sie mehr Sicherheit schaffen. Dabei könnensie also eine gute Maßnahme und Möglichkeit sein, um angenehmere Rahmenbedingungen für Teilnehmende zu schaffen.
Gemeinsam mit unseren beiden Expertinnen spricht die Initiative über die genannten Herausforderungen einer rassismuskritischen Bildungsarbeit, lokalem Engagement und Schutzmaßnahmen für von Rassismus betroffene Personen im Tandemkontext.
Das Gespräch findet über Zoom und in deutscher Lautsprache statt.
Expertinnen:
Helay Safi ist Psychologin MSc., bildungspolitische Trainerin und systemische Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich mit den Fragen Rund um Rassismuserfahrungen und psychische Gesundheit. Durch ihre Praxiserfahrung in der Antirassismus-Arbeit und als Active-Citizen Trainerin sowie als Vorständin bei Schülerpaten FFM e.V. bringt sie außerdem wichtige Perspektiven für eine diskriminierungskritische Tandempraxis mit.
Esther Brandt ist Sozialarbeiterin und zertifizierte Social Justice Trainerin. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Qualifizierung von Fachkräften für die offene Kinder- und Jugendarbeit mit Fokus auf Machtstrukturen und Diskriminierung. 2023 führte sie die Fortbildungsreihe „Schutzkonzepte in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (weiter-)entwickeln.“ durch und veröffentlichte die wichtigsten Erkenntnisse in einer Fachzeitschrift.
